Social Media für PR – ein Abenteuer

Obwohl ich erst kürzlich eine Weiterbildung für Corporate Communications abgeschlossen hab, weiss ich nicht viel Neues. Nach gut 10 Jahren Öffentlichkeitsarbeit sitzen die klassischen Instrumente (Meldungen, Fachartikelplatzierung, Referate, Newsletter..) Ich wusste für welche Information sich welche Aktion anbietet. Bloggen war was für CEO’s oder Fachspezialisten und tabu für PR-Leute. Für knifflige Fragen hatte ich eine Art Mentor. Ich hatte eine Halbjahresplanung und Ziele, die ich strategisch erreichen konnte.

Seit ein paar Monaten ist alles anders. Ich bin ein Abenteurer im Social Web. Blogge selbst statt Medienmitteilungen zu schreiben, platziere Fachartikel via Twitter und beeindrucke Konferenzveranstalter mit schnellen Inputs. Diese entstehen im internen Wiki und ich entdecke dort und im Yammer exzellente Autoren, die vorher keine waren. Artikel erscheinen online statt auf vergänglichem Papier. Früher war Papier der PR „mehr wert“. Ich wäge ab, wann kommt der Post und wann die Meldung an Journalisten, die das Netz für E-Mails nutzen. Diese sind spam-überflutet und ich vereinbare schonmal einen Exklusiv-Beitrag via Skype. Die Pressekonferenz wird via Youtube zur Kundenreferenz.

Ich weiss oft nicht, ob eine Aktion erfolgreich wird, geschweige denn, woran ich es messen soll. Der Pressespiegel ist praller, die Auflagenstärke hat keine Aussagekraft mehr. Die publizierenden Medien sind andere. Themen sind nicht mehr planbar, weil ich schneller agieren und reagieren kann. Genau dann, wenns aktuell ist.

abenteuer%20pr.jpg

Mein Mentor tickt offline und die PR-Berater, die bloggen, als gab es nie etwas anderes, haben auch keine langjährige Erfahrung, (sind aber eine gute Inspiration, wie bspw. Klaus Eck ) Denn auch sie wissen vorher nicht, wie Menschen auf ein Thema reagieren, was sie heute öffentlich tun. Das macht wohl das Abenteuer aus, das auch die Marketingkollegen zu erleben haben, wie Philipp Sauber berichtet.

Ich bin gespannt ob ich je wieder Kommunikation planen und mit mehr als Technorati messen kann. Oder wird es einfach nur ein Dialog, so wie es sich fürs Kommunizieren gehört?

zum Originalpost

Advertisements

Über su

Denkt, hört, lernt, kommuniziert, macht Fehler. Und dann noch Online Kommunikationsberaterin (schönes Wort), Dozentin, Yoga, KTM
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s