Online Texten und ein toter Frosch

Vor ein paar Tagen, hatten wir Saim Alkan zu Gast, um mehr über gute Online Texte zu lernen. Nun weiss ich, dass ich eine Fünf als 5 und Prozent als % schreiben darf (adé schlechtes Gewissen). Denn so schreiben es Suchende.

Wusstet Ihr, dass Google 3 Sätze nach einander mit Keyword als Spam erkennt? Aktuell lässt Google 3 – 5% Keywords zu und schätzt einen Text von mindestens 150 Zeichen (Relevanz). Im Web lesen nur 16% der Leute einen Text zu Ende. Weils blendet, flimmert, zu viele Informationen. Wir machen 40’000 Pupillen-Bewegungen mehr am Tag am Monitor.

Leser lieben die Story vom toten Frosch, wenn sie schnell und leicht lesbar auf den Punkt kommt. Sie möchten in der Überschrift sehen, worum es geht und strukturierte, verdaulichen Textmengen mit weiterführenden Infos (Unterseiten, Links).

Was ist der Unterschied von Print und guten Online Texten? Hier meine Learnings:

Print:
7 W’s [pdf, 80KB]
– linear, Infoperlen, roter Faden
– auf Papier sind 5 Zeilen pro Absatz ok
– Worte, die sich nicht oder wenig wiederholen
Einleitung, Behauptung, Begründung [pdf, 45KB]
– treffende Überschriften

Web:
– rotes Tuch, statt Faden,
– keine langen Einleitungen
– Keywords einflechten
– normale Sprache verwenden
– Einstiegsseite, die auf weiterführende Infos leitet
– Text vor Bild
– verdauliche Textmengen
– 5 Zeilen Word sind 20 im Web = zu lang
– Fixationspunkte festlegen = scannbarer Text
– thematisch strukturiert
– Linkliste, Verlinkung
– nicht kursiv (unlerserlich)
– kürzer, kürzer, kürzer
– 7 W’s + 1 (was ist im Moment für den Leser brauchbar)
– Text-Test am Monitor (Vorschau)

Keywords (SEO)– gelegentlich fett
– fett aber nicht kursiv (unleserlich)
– am Anfang vom Text
– one Page, one Keyword (nicht unterschiedliche)
– Wer sucht welches Wort?
– 3 Sätze nach einander mit Keyword ist Spam (2 x ja) 3-5% Keywords sind ok
– vereinzelt: Objekt an Satz-Anfang (Der Frosch ist tot)
Saim Alkans 7 Schritte zum perfekten Online Text

frosch.jpg Bild von twicepix

Und jetzt die Story vom toten Frosch:

Der kleine Sohn rennt aus dem Wald. Papa, Papa.. er ist ganz aufgeregt und Papa sagt: Erzähl mal eins nach dem andern. Da im Wald, (schnauft immer noch ganz schnell) im Wald da ist ein Bach. Ahaa??? Ja, da ist ein grosser Stein. Uuunnnd? Auf dem Stein liegt ein toter Frosch. Das ist für den Kleinen eine aufregende Geschichte, das sieht jetzt auch der Papa ein. Die Story wäre schneller bei ihm angekommen, hätte er den Jungen nicht gebremst. Dann wär der Liebe gerannt und hätte gerufen: Papa, Papa, da liegt ein toter Frosch.“


Dir Moral von der Geschicht:

Suche im Text nach „dem toten Frosch“, rück ihn an den Anfang des Textes und bring die Fakten auf den Punkt, äähh Monitor.

PS. Wer bis hier gelesen hat weiss jetzt, dass dieser Post 2 Keywörter hat.

zum Originalpost
Das war mir der Spass wert. Der Frosch lebt.

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Über su

Denkt, hört, lernt, kommuniziert, macht Fehler. Und dann noch Online Kommunikationsberaterin (schönes Wort), Dozentin, Yoga, KTM
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Eine Antwort zu Online Texten und ein toter Frosch

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