Social Media ist wie eine Party und kein Instrument

Hübsch sind sie die Fanseiten in Facebook, und die Blogs, wo ich direkt retweeten oder teilen kann. Suche ich vergeblich auf einer Website solch einem bequemen Button, kopiere ich eben die URL und poste sie wo auch immer, wenn mir der Inhalt gefällt. Was mir dann häufig passiert ist (nicht) aufregend:

Nichts.

Ich empfehle also ein Unternehmen oder einen Kollegen immer und immer wieder, mit Null Ressonanz und ich frage mich, warum? Im Gespräch mit Fachleuten fällt Social Media oft in einem Atemzug mit Marketingmix und jetzt weiss ich endlich, warum mir die Aussage unbehaglich ist. Der Austausch mit Menschen gehört nicht in einen Mix von Instrumenten. Es ist Keine weitere Plattform, auf der man Botschaften nach aussen schleudert oder nur dort beantwortet. Wenn sich ein Unternehmen entscheidet, sich in den Dialog einzubringen, dann ist dies eine Grundsatzentscheidung,

ein Ja zu

– Vertrauen und
– Persönlichkeit.

Ich kann nicht jahrelang alle Party-Einladungen ausschlagen, dann selbst ein Jahrhundert-Fest zelibrieren und erwarten, dass alle meine Freunde und Kontakte daran teilnehmen. Hab ich solch ein Event vor, dann brauche ich gepflegte Kontakte, sollte die Anliegen meiner Gäste kennen, damit ich musikalisch und kulinarisch Verschiedenes serviere und natürlich für Gesprächsstoff sorgen. Dafür muss ich nachfragen, oder einfach mal eine andere Einladung annehmen, smalltaken, mich bedanken oder etwas für den Gastgeber und dessen Gäste tun. So lerne ich dazu für meine eigene Party und gewinne Sympathie, wenn es aufrichtig ist.

party.jpg

Übertragen für Unternehmen heiss das: Geben Sie dem Unternehmen Persönlichkeit, lockern Sie den Kampagnen-Gedanken, agieren Sie menschlich, beobachten Sie, was ausserhalb Ihrer Fansite läuft(nicht nur monitoren) sondern kommunizieren Sie auf Augenhöhe mit:

– Bilder und Meinungen von Menschen aus dem Alltag statt Marketingsujets
– mal Dankeschön sagen auch auf anderen Plattformen,
– sich beteiligen an Diskussionen, die ausserhalb der Fansite passieren
– vielleicht sogar einen Mitbewerber loben
– externe gute Beiträge teilen usw.
– schliessen sie niemanden aus, weil er nicht zur Zielgruppe gehört

ohne den Hintergedanken, selbst immer zu gewinnen oder Marketing zu betreiben. Das schafft Vertrauen und Persönlichkeit und ehrliche Kommunikation entsteht. Ich bekomme eine Ressonanz statt Leere wenn ich Sie empfehlen würde.

Social Media lebt eben, ist nicht berechenbar und alles andere als ein Instrument. In diesem Sinne wünsch ich Euch und Ihnen eine angenehme Oster Party!

zum Originalpost mit Kommentaren

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Über su

Denkt, hört, lernt, kommuniziert, macht Fehler. Und dann noch Online Kommunikationsberaterin (schönes Wort), Dozentin, Yoga, KTM
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