Medienkonvergenz oder vernetztes Informationsspiel

Heute bin ich bei der HTW Chur eingeladen, über Medienkonvergenz am Beispiel der Namics Corporate Communications zu sprechen. Bei der Vorbereitung stellte ich fest, dass das Thema für mich kaum die Rolle spielt, die sie anscheinend sollte. Zumindest auf den ersten Blick.

Also leihe ich mir einen Teil aus Jürgs Vortrag „das Reh hat eine Flinte“ und zeige die Prinzipien des Internets mit nutzergenerierten Inhalten. Die Zahlen zu Flickr, Facebook und Youtube als grösste Website der Schweiz sind sicher passend. Dann die medienübergreifende Slow Down Kampagne und Marcel Bernet’s Meinung dazu. Als Kommunikationsbeispiel für ein Firmenjubiliäum darf unsere 1995 Aktion auch nicht fehlen.

Heute verstehe ich nicht mehr ‚das Senden‘ als Hauptaufgabe der Unternehmens-Kommunikation. Und aus unserem ehemaligen PR-Prozess wurde eine Art

vernetztes Informations- und Dialog-Spiel mit

– Mitarbeitern
– Kunden
– Geschäftspartnern
– Unbeteiligten
– Wettbewerbern
– Bloggern
– Journalisten
– Kommentatoren
– Menschen, die einen der obigen kennen
– Suchende (Google) und mehr

Sie alle können zeit- und ortsunabhängig mitspielen.

Die einzige Regel: Eine Information, eine persönliche Meinung oder eine Frage haben und sie kundtun (können). Intern oder extern macht für mich keinen Unterschied, denn Online Inhalte kommen leicht von einem (intern) in das andere (extern) Medium. Ich bin Teil in dem Netz-Spiel, mehr als Moderator: mal geb ich Impulse, mal tut dies ein Mitarbeiter, ein Kunde oder jemand, den ich nicht kenne. Manchmal äussert jemand einfach etwas Wissenswertes und wird Mitspieler im Dialog.

twitter.png

Die Information nimmt immer das Medium, das dem Sender gerade passt. In Blogs, Twitter, Youtube, Fachzeitschriften oder als Kommentar, Leserbrief … Die Diskussion dazu kann wiederum in einem anderen Medium entstehen. Die Konvergenzaufgabe für mich ist: die Inhalte zu verbinden, informieren und informiert sein, agieren und reagieren und natürlich netzwerken. Genau dort wo das Spiel gerade statt findet oder statt finden könnte. Ich bin froh, dass wir nicht im Fernsehen und mit Plakaten kommunizieren 😉 dort dürfte für Marketingleute die Medienkonvergenz herausfordernder sein als für mich.

Hier meine Präsentation zum Download: Medienkonvergenz: Das Spiel mit dem vernetzten Dialog [2.2 MB].

Wenn Ihr noch weitere Tipps habt, freu ich mich.

PS: Über das beste Medium der Kommunikation entscheiden die Sender und der Suchende, der sie findet.

Zum Originalpost mit Kommentaren

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Über su

Denkt, hört, lernt, kommuniziert, macht Fehler. Und dann noch Online Kommunikationsberaterin (schönes Wort), Dozentin, Yoga, KTM
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