Hilfe mein Kunde will in Facebook mein Freund sein

Eine Anfrage, ein Klick, mein Freund.

Alle, die Facebook nutzen kennen das wahrscheinlich. Früher oder später kommen „Unbekannte“, Kunden und Geschäftspartner und klopfen an der virtuellen Tür. Hier erzähle und erfahre ich aber meist Privates. Was soll ich also tun?

Fragt nicht warum, aber mir fiel mein alter Kleiderschrank ein. Dieser hatte früher zwei strikt getrennte Bereiche. In einem Teil, die nadelgestreiften Kleider fürs Büro. Der andere Teil für Sport und Rock ’n Roll. Heute trage ich Jeans mit strengen Blusen und sie liegen im selben Fach. Das liegt nicht nur daran, dass ich einen neuen Schrank habe, sondern an einer tieferen Überzeugung, die für mich selbstverständlich geworden ist.

Beruf und Privat ist eins, wenn ich als Person agiere.
Dies ist in Social Media unausweichlich und der wahre Schatz der neuen Kommunikation.

Ich bestätige solche Anfragen also wenn:

– ich von der Person weiss, wer oder was sie mit mir verbinden könnte
– die Person mindestens 5 meiner Kontakte kennt
– ich thematisch mit der Person verbunden bin (XING)
– sie mir nicht vollkommen unsymphatisch ist.

Früher hätte ich solche Kontakte abgelehnt. Ich wäre auch nicht in Jeans zur Arbeit gegangen. Und kommunizierte nicht via Social Media. In den Plattformen machen wir unsere wahre Identität (oder einen Teil davon) öffentlich und bringen sie selbstverständlich auch ins Geschäftsleben. Facebook fühlte sich lange für mich privat an, seit Firmen und Gruppen vermehrt kommen, ist das anders.

Somit ist für mich klar: Es geht nicht darum, mit wem ich in Social Media kommuniziere sondern worüber.

Was hab ich gelernt?

– Social Media zeigt unsere wahre Identität
– Persönlichkeit geht über Geschäftliches hinaus
– Privates und Berufliches vermischen sich zwangsläufig
– Mein Kunde ist eine Art Freund (Vertrauen und Kontakt)
– Ich entscheide nicht wirklich über den Kreis der Leser meiner Inhalte (denn Facebook und Google können jederzeit Mechanismen ändern)
– Listenfunktionen sind nur eine gebrechliche Krücke
– Ich überlege mir sehr genau, welche Inhalte öffentlich für die nächsten Jahre im Internet stehen.

PS: ein Zweit-Account in Facebook ist übrigens für mich keine aufrichtige Lösung.

Wie geht Ihr damit um?

Original-Post mit Kommentaren ist hier

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Über su

Denkt, hört, lernt, kommuniziert, macht Fehler. Und dann noch Online Kommunikationsberaterin (schönes Wort), Dozentin, Yoga, KTM
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Eine Antwort zu Hilfe mein Kunde will in Facebook mein Freund sein

  1. sufranke schreibt:

    was für ein Blödsinn. Hab ich grad (auf Hinweis von jemandem) in der Süddeutschen gesehen.

    Hier wird der Tipp abgegeben, dass man in Facebook Kontaktanfragen ablehnen soll, die geschäftlicher Natur sind und dafür Alternativen anbieten. Sowas kann nur jemand sagen der die Plattformen nicht selber nutzt. Anders kann ich mir das nicht erklären.

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