Wir bleiben in Kontakt

Zur Zeit beschäftige ich mich intensiv damit, mich von einem Unternehmen zu verabschieden. Tatsächlich vom Unternehmen Namics und nicht so sehr von den Menschen. Ein Unternehmen ist die Summe, der Menschen, die dort zusammen arbeiten und nicht einfach ein Logo, welches sie verbindet.

„Wir bleiben in Kontakt“ war bei früheren Job-Wechsel zwar aufrichtig gemeint, das Versprechen (oder ich) hat in der Realität aber oft versagt. Ich habe zu wenigen Menschen von vergangen Arbeitgebern noch eine Verbindung. Die E-Mail-Adressen haben sich längst geändert und in XING sind sie teils nicht aufzufinden. Und wenn sie dort sind, sehe ich nur die aktuelle Arbeitsstelle. Für ein Mail oder einen Anruf reicht es oft nicht, denn man hat sich nichts mehr zu erzählen. Selbstverständlich nicht aus bösem Willen, aber weil ich schlicht nicht weiss, was den anderen beschäftigt. Man hat sich aus den Augen verloren. Ich selbst hab mich vermutlich so verändert, dass ich mich dem/der Ex-Kollegen/in auf die Schnelle nicht erklären könnte. Das zeigt, dass zu einem guten Kontakt ein regelmässiger Austausch gehört.

Freunde bleiben via Facebook

Freunde bleiben via Facebook

Erst heute mit etablierten Social Media Plattformen funktioniert das Versprechen „Wir bleiben in Kontakt“ tatsächlich (ich teste gerade). Nicht dass ich ein grosser Facebook Fan wäre (Twitter mag ich mehr), aber das muss ich der Plattform danken. Sie hat Ihr ursprüngliches Ziel, „stay in touch“ wahrlich erreicht.
Kollegen, Freunde, Kunden und Familie, die hunderte Kilometer entfernt leben, finde ich heute hier vereint und bekomme einen guten Einblick in deren alltägliche Themen. So entsteht eine grössere Bindung, als je zuvor.

Selbstverständlich ersetzt Facebook nicht den persönlichen Kontakt. Aber kommt er dann zustande, hat man sich nicht wirklich aus den Augen verloren und sich gegenseitig etwas zu sagen.

Ich werde also die Leute, die Freunde wurden, nicht einfachso aus den Augen verlieren, wie es noch vor Jahren möglich war. Ein Umzug in ein anderes Land, ein neuer Job bedeutet kein neues Leben, wenn man die sozialen Plattformen nutzt. Man muss sich schon anstrengen für eine neue Identität 😉 was ich natürlich nicht vorhabe.

Der Abschied von Namics als Corporate Communicator fällt mir zwar schwer, aber viele Leute bleiben mir vertraut, auch wenn ich in einem anderen Unternehmen arbeite. Das corporate Blogging funktioniert auch ohne mich und den Rest der Kommunikation werden meine Noch-Kollegen Jürg Pixelfreund, Nici und Nina meistern. Ganz herzlichen Dank für die Menschlichkeit, das schier grenzenlose Wissen, welches selbstverständlich geteilt wird. Von Euch hab ich so viel gelernt.

PS: Ab Januar darf ich bei Goldbach Interactive in Küsnacht für sämtliche Marketing und Kommunikationsaktivitäten sorgen, da seht Ihr mich sowieso in den sozialen Medien. (übrigens auch auf XING, naja)

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Über su

Denkt, hört, lernt, kommuniziert, macht Fehler. Und dann noch Online Kommunikationsberaterin (schönes Wort), Dozentin, Yoga, KTM
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9 Antworten zu Wir bleiben in Kontakt

  1. Sandra schreibt:

    Stimmt: Social Media erleichtert das Kontakthalten. Umso mehr freue ich mich, dass es bei uns beiden auch schon ohne gelungen ist.

  2. Frank Hamm schreibt:

    Alles Gute für Deine neue Tätigkeit, Su! Wir bleiben in Kontakt- auch wenn ich nicht Namicianer bin 🙂

  3. elena schreibt:

    Liebe Su, alles gute Dir auf Deinem neuen Weg! Freue mich, dass Social media uns schon lange verbunden hält!

  4. capo schreibt:

    Ich glaube das „Stay in Contact“ ist bei einem Jobwechsel immer ein Floskel.
    Doch ich muss sagen das mit der ganzen Web2.0 Geschichte sich vieles auch in dem bereich geändert hat. ok, man trinkt nicht unbedingt jeden morgen Kaffee zusammen. Aber heutzutage ist „Stay in Contact“ immer mehr ehrlich gemeint.

    Als nicht Namicianer wünsch ich dir bei deinem neuen Arbeitgeber alles gute und weiss das wir uns digital nicht weniger „sehen“ werden als vorher 🙂

  5. Gabriela Seglias schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Su, und einen superguten Start im neuen Jahr mit der neuen Stelle. Küsnacht ist so nah … da können wir sicher öfter als bisher auch im echten Leben in touch bleiben. Ich freue mich.

  6. sufranke schreibt:

    su
    Dankeschön für Eure vielen lieben Wünsche und fürs Mitfreuen. Auch die vielen netten Tweets zu meinem Wechsel haben mich überwältigt.

  7. Monika Akeret schreibt:

    Liebe Su,
    danke für deine Nachrichten während meines Aufenthaltes bei den Kiwis. Freue mich für dich, wünsche dir einen fulminanten Start und viel Befriedigung in deinem neuen Job. Auch wenn die räumliche Distanz bestehen bleibt – wir bleiben in Kontakt, gell. Herzliche Grüsse aus Bern.

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